Plattenregal: Hier stelle ich Vinyl vor, dass sich bereits in meiner Plattensammlung befindet. HipHop, Elektro, Pop, Soundtracks und Rock. Dr. Dre, Die Antilopen Gang, Snoop Doggy Dogg, Jamie XX, Absolute Beginner, Stieber Twins, Moderat, Depeche Mode, The XX, A Tribe Called Quest, Funkonami, Twit One, Wun Two, MF Eistee, Remulak, Hydrogenii, Ded Tebiase, Kuartz, Time Machine Gang uvm. Die ganz wilde Mischung.
Knapp vier Jahre nach „Days / Winterwarm“ steht mit „wuf – Interface“ endlich ein neues Album des italienischen Beatschmieds im heimischen Plattenregal. Das Vinyl ist über das Berliner Label HHV Records (HHV799) erschienen und ist auf 300 Kopien limitiert.
Wie es das Cover schon vermuten lässt, kommen die 14 Tunes, die wuf für sein aktuelles Album produziert hat, sehr sphärisch daher. Sehr entspannte Instrumental Hip Hop Beats und jazzige Samples mit allerlei Trompeten und Klavierklängen machen das Vinyl zu einem richtigen Feel Good Tonträger. Meine Wertung: 8/10. Favoriten: „Moonlight“, „Unclock“ und „Onda feat. Fight Pausa“.
„Interface“ kann man direkt im Online-Shop von HHV Records käuflich erwerben.
8. Heaven 01:52
9. Nrider 01:32
10. Deus 02:03
11. Solar 02:12
12. Ether 02:18
13. Onda feat. Fight Pausa 02:13
14. Violet 02:15
»Italian beatsmith wuf comes up with his all new album „Interface“ on vinyl and all digital platforms. Mellow lo-fi jams and cosmic waves for your listening pleasure guaranteed«
Mit „KUSO GVKI – Culture“ ist im September 2019 der Nachfolger vom self-titled Album KUSO GVKI (2017 / Jungs Aus Der Schaft) erschienen. 500 Kopien hat das aufstrebende Label Block Opera (BLOCK002) in schwarzes Polyvinylchlorid pressen lassen. Das Artwork stammt vom Künstler höchstpersönlich. Für das Mastering stand bzw. saß Hans-Christian Ziupa an den analogen Gerätschaften.
Für sein zweites Vinyl hat der japanifizierte Beatschmied KUSO GVKI acht Tracks produziert. Die stilvollen und stilreichen Beats sind nah am Bass gebaut und ein satter Mix aus Hip Hop, Dub, Electro, Future Garage oder so. Ich zitiere mich mal lieber selbst und einfach: „Nicht sehr hiphoppig, aber angenehm basslastig.“ Das passt für mich am besten. Meine Wertung: 9/10. Favoriten: „Culture“, „Choices“ und „Gone (feat. Casey)“.
Erhältlich ist das limitierte Prachtexemplar direkt bei Block Opera oder in den gutsortierten Online-Shops von HHV Records und VinDig.
»Son of a bitch. It’s been a minute since our antihero & hidden gem left Germany’s hip-hop scene amazed by his highly acclaimed debut release. Enter „Culture“, the synthesis of bass heavy, modern production & arrangements, obscure rap cameos and dreamy vocal chops. „Culture“ is KUSO GVKI’s very own way of setting a new standard of artsiness & musical freedom in 2019.«
Am 6. September 2019 ist das Doppel-Album „Slowy x 12Vince – Dejavu“ über Akai47 erschienen. Gleichzeitig wurden auch die Instrumentals auf Vinyl veröffentlicht. Und eben diese 2LP rotiert seit einiger Zeit im Vinyl-41-HQ. Das Cover wurde von Eva Klemann-Kochhan gestaltet. Für das Mastering ist Sven Friederichs verantwotlich.
Auch dieser 12Vince ist bei uns langsam eine feste und gern gehörte Grösse. Nach seiner Solo-Platte Low Profile ist er jetzt wieder mit Beats für seinen rappenden Partner in Crime Slowy am Start. Insgesamt 18 Tunes hat der Hamburger Beatschmied für das Album „Dejavu“ produziert. Die durchweg fetten Boom Bap Beats mit jazzigen und souligen Samples sowie passenden Cuts lassen alle vier Seiten zu einem instrumentalen Hörgenuss ertönen. Ganz grosses Klangkino.
Meine Wertung: 9/10. Favoriten: „Traffic“, „Unter der Brücke“ und „Erwartungen“. Das Doppel-Vinyl ist steht in den Online-Shops von HHV Records, VinDig oder Vinylism zur käuflichen Abholung bereit.
1. TRAFFIC 02:41
2. BACKSTAGEBOYS 02:51
3. MEINE JUNGS 03:05
4. FLAVOUR 02:34
5. UNTER DER BRÜCKE 03:04
Side B
6. LEBEN 03:27
7. LEIERKASTEN 03:07
8. DEJAVU 03:09
9. BLA BLA 04:04
Side C
10. RESPEKT 02:27
11. SILVESTER 02:26
12. SAME SHIT 02:38
13. FRAG NICHT 03:54
14. NOTI 02:40
Side D
15. NÄCHTE WIE DIESE 02:45
16. GLEIS 7 03:22
17. ERWARTUNGEN 02:51
18. NICHT WIE IHR 01:59
»Auf dem neuen Album DEJAVU von SLOWY & 12VINCE treffen Geschichten aus Slowys Alltag wie gewohnt reflektiert und selbstkritisch auf Cuts und Beats von 12Vince, die DEJAVU soundtechnisch direkt an die beiden Vorgänger ULTIMA RADIO und UNDERCOVER BLUES anknüpfen lassen.«
released September 6, 2019
P.S.: Auch die Rap-Version von „Dejavu“ weiss zu gefallen. Slowy in Bestform. Hört auch da mal rein.
Zwischen den 10-Zöllern AK420 – Rua Augusta (PPT-10-01) und Thelonious Coltrane – Jellyfishes (PPT-10-03) klaffte bis vor kurzem noch eine Lücke. Diese wurden jetzt mit „AK420 – Loungin'“ (PPT-10-02) sauber geschlossen. Natürlich ist auch dieses Kleinod der vinylen Unterhaltungskunst über das Auerbacher Underground Hiphop Label POSTPARTUM. erschienen. 400 Kopien wurden in green/yellow gesplattertes Polyvinylchlorid gebannt. Artwork und Layout stammen von Felix Plien. Für das Mastering war mal wieder Analoglegende SterilOne (Staub Audio Engineering) an den Reglern unterwegs.
Erstmalig wurde „Loungin'“ 2015 über das Label Amajin Records als Tape (AR-056-CC) veröffentlicht. Fast vier Jahre später erfährt das Album eine durchaus berechtigte Renaissance als Vinyl. Das 10-zöllige Schmuckstück beinhaltet alle 12 Instrumental Tracks des Originals. Und die klingen auch in 2019 total fresh. Die lässigen Boom Bap Beats von AK420, die unter anderem mit grossartigen Samples von Lord Finesse und Onyx angereichert wurden, kommen wieder wunderbar oldschoolig daher. Golden Era refurbished.
Meine Wertung: 9/10. Favoriten: „Work“, „Sunday Morning“ und „Long Way Home“. Erhältlich ist das gemarbelte und handnummerierte Prachtstück direkt beim Label sowie beim Mörschbacher Vinyl-Dealer VinDig.
Sinister Kids x Klaus Kaufsnicht – Split / Splitter
4 Jungs. 2 Bands. 1 Vinyl. „Sinister Kids x Klaus Kaufsnicht – Split / Splitter“ ist der Titel der Platte, die am heutigen 11.10.2019 über das oberbayrische Indie Label Hicktown Records (HR19 014) erschienen ist. Auf der A-Seite befinden sich die Sinister Kids mit Split und auf der B-Seite wird es mit Klaus Kaufsnicht noch etwas Splitter. Das schicke Vinyl im transparentem Look wird über Cargo Records vertrieben.
Die Split-Seite der Vollblutmusiker Cristoph (Vocals + Gitarre), Thomas (Keys + Gitarre), Tom (Bass) und Roman (Drums) von den Sinister Kids klingt ein wenig wie ein Albummix aus der Beatles- und der White-Stripes-Ära. Die acht englischsprachigen Tracks des Dio Nachfolgers sind bester Rock’n’Roll mit feinsten Zutaten aus Soul und Blues. Als Klaus Kaufsnicht beackern die selben Musiker die Splitter-Seite. Die durchweg deutsprachigen Tracks sind ebenfalls sehr rockig, kommen aber eine Nummer spaßiger und moderner rüber. Die deutschen Texte passen irgendwie auch besser zu den vier Rosenheimern und erinnern mich hin und wieder an Seelig und Die Ärzte. No Offense, mag ich voll!
Das Konzept der Platte mit den zwei verschiedenen Stilen und den gleichen Musikern gefällt mir richtig gut, ist zu keiner Zeit langweilig und hat mich damit voll überzeugt. Daumen hoch. Meine Wertung: 8/10. Favoriten: „Flowers Bloom“, „Endlich wieder Sommer“ und „Ich & Du“.
Der analoge Datenträger aus Polyvinylchlorid ist unter anderm bei HHV Records und Saturn zum käuflichen Erwerb verfügbar.
9. Netz 02:34
10. Endlich wieder Sommer 03:34
11. Junge Mädchen 03:07
12. Ich & Du 03:53
13. Tina Ballerina 02:53
14. Frei 03:08
15. Nie am Me_r 03:16
»Gemeinsam sind die Sinister Kids und Klaus Kaufsnicht der Diversität verschrieben und Ausdruck davon, dass man die 4 Jungs und ihre Musik nicht in eine Schublade stecken kann. Musikalische Unterhaltung ist garantiert und der Spaß bei der ganzen Sache kommt nicht zu kurz. Ob angestöpselt oder unplugged, diese Band ist völlig ausgesteckt und trotzdem mächtig ansteckend.«