Vinyl 41 - Mein Plattenregal. Der Schallplatten Blog aus Berlin-Friedenau. Instrumentals, Rap, Hip Hop, Soul, Funk, Pop ... die grosse Mix. Ich bin kein Musikjournalist und ich schreibe nicht für Geld. Einfach nur so!
El Jazzy Chavo – Aspects of Dystopia (FNKC Records)
Der griechische Beatschmied El Jazzy Chavo hat mit „Aspects of Dystopia“ (Funkypseli Cave Records / FNKC019) sein sechstes Instrumental Album veröffentlicht. Der Großteil davon ist natürlich im Vinyl-41-HQ regalisiert. Das aktuelle Vinyl startet gleich mal mit meinem Lieblingstrack „Futurama“ furious durch und wird im Verlauf nicht wirklich schwächer. Satte Drums und Bässe wurden mit seichten Melodien zu exzellenten Boom Bap Beats verknüpft. Von vorn bis hinten durchhörbar. Hamma!
Meine Wertung
Meine Wertung: 9/10. Favoriten: „Futurama“, „Swallowed by normality“ und „Barefoot in the storm“. Ihr könnt euch „El Jazzy Chavo – Aspects of Dystopia“ als White- oder Black-Edition direkt bei Bandcamp oder im versierten Onlinehandel (HHV / VinDig) zulegen
Viel Spass beim reinhören und kopfnicken, #uffjedreht, bleibt entspannt und gesund!
1. Futurama 03:02
2. Slap of realism 02:31
3. Below the city 03:24
4. Delusion 02:42
5. Where the stars don’t shine 03:35
6. La sirena de la selva 03:17
7. Threshold of sensation 03:52
Side B
8. Swallowed by normality 02:56
9. Hemispheres 02:24
10. Return to forever 02:57
11. Andromeda 03:23
12. Barefoot in the storm 03:09
13. Stealing the moonlight 04:07
14. Oblivion 03:04
Der Franz Branntwein ist im Vinyl-41-HQ kein Unbekannter. Er hat hier schon auf diversen Tapes und einem Vinyl seine Spuren hinterlassen. 90Vo hatte ich bisher noch nicht so auf dem Radar. Schön, dass jetzt beide ihren Platz auf einer Platte gefunden haben. Altes und neues, immer wieder gut! Das Split Instrumental Album aus schwarzem Polyvinylchlorid wurde über die Crowdfunding Plattform QRATES realisiert. 102 Kopien wurden vorfinanziert und gepresst.
Meine Wertung
Beide Seiten sind prall gefüllt mit feinstem Instrumental Hip Hop. Die A-Seite von 90Vo kommt eher mit klassischem Beats daher. Auf der B-Seite von Franz Branntwein geht es ziemlich rau zur Sache. »Raw as ever!« Das Boom Bap Yin und Yang, quasi gesehen. Wenn euch die Platte – so wie mir – gefällt, dann solltet ihr euch sputen. HHV z.B. hat nur noch zwei Kopien im Angebot. Haut rein!
Meine Wertung: 8/10. Favoriten: „Dörp“, „Fuque over here“ und „Haze4“.
Viel Spass beim reinhören und kopfnicken, #uffjedreht, bleibt entspannt und gesund!
Thüringen im Haus. Für die Nr. 38 unserer international bekannten Q&A Serie #5fragen konnten wir den Jenenser (oder Jenaer) Beatschmied LoopnReiner anwerben. Doch bevor wir uns auf die lesenswerten Antworten stürzen, möchte ich euch noch das voll schnafte Debüt von eben jenem LoopnReiner ans Herz legen: „Reconstruction“.
Das Tape ist über Deck 2 Deck (D2D004) erschienen und kann bei Bandcamp als Download-Version oder überaus hübsche Kassette geordert werden.
Jetzt aber erstmal viel Spass mit „Fünf Fragen an LoopnReiner“.
Wer bist Du und was machst Du?
Hey, ich bin Sami aka LoopnReiner direkt aus der Lichterstadt Jena. Seit einigen Jahren baue ich schon Hiphop Beats und probiere mich in letzter Zeit auch an schnelleren House/Elektro Produktionen aus. Bin was Musik angeht sehr offen immer neues auszuprobieren, um die Erfahrungen in die Projekte mit einfließen zu lassen. Mein neues Album „Reconstruction“ wird mit der Unterstützung von den Jungs von Deck2Deck mein erstes großes Release sein. Zeit also durchzustarten!
Für welches Vinyl hast Du das erste mal Geld ausgegeben?
Championsound LP von Jaylib. Kenn die Scheibe noch von meinen Bruder und hab das Album seitdem rauf und runter gehört. J Dilla und Madlib waren schon immer sehr große Vorbilder in Sachen Beatmaking, deshalb wusste ich, die Scheibe brauch ich! Das Konzept von der Platte ist auch einfach der Hammer, immer im Wechsel von Beat und Rap der beiden Jungs – alles sehr inspirierend.
So ganz eindeutig kann ich das nicht sagen. einer meiner Favorites ist das Album Promise von Sade. Habe von der Platte gefühlt jeden Song gesampled und kann sie auch jeder Zeit hören.
Ich bin grundsätzlich offen für die meisten Genres. Von classic boombap Hiphop über Jazz und Funk bis hin zu schnellerer Musik wie House oder Elektro. Gerade hab ich Dub voll für mich entdeckt. Es macht super viel Spaß sich immer in neuen Musikrichtungen rumzutreiben und neues Inspirationen zu finden. Das regt mich auch immer sehr an was neues in meiner Produktion auszuprobieren.
Welche vergriffenen Vinyls sollten nachgepresst werden?
Ganz klar: so gut wie jedes alte Album von Huss und Hodn. Vor allem „Jetzt Schaemst du dich“ oder „Fresh und Umbenannt“ sind meine absoluten Favorites, welche nur noch bei Discogs für utopische Preise zu haben sind. Auch die beiden Jungs sind mit der Musik eine große Inspiration in Sachen Beats und Raps. Das gleiche gilt für Moodymann: so gut wie jede Platte ist nen klassiker wie zum Beispiel „Black Mahogani“. Ist auch nur noch schwer zu bekommen.
Wenn Ihr die obigen fünf Fragen auch mal beantworten wollt, dann schickt die Antworten doch einfach an 5fragen@vinyl-41.de und ich werde sie hier bei „Vinyl 41“ veröffentlichen. Links zu Euren Blogs, Projekten und Sozialen Netzwerken sowie Fotos von Euch und Euren Lieblings-Vinyls sind ausdrücklich erwünscht.
DIRTYTHREE – Street Sketches (Village Live Records)
Über Village Live Records ist mal wieder ein optisches und natürlich auch musikalisches Schmuckstück erschienen: „DIRTYTHREE – Street Sketches“ (TVI037). Der russische Beatschmied hat für sein Debüt zwölf satte Boom Bap Tracks produziert. Neben den Klangerzeugungsmaschinen MPC2000xl und SP404 kamen live eingespielte Gerätschaften wie Trompete, Saxophone und Piano zum Einsatz, um die Platte mit instrumentalem Hip Hop zu befüllen. Eine Mischung, die zumindest bei mir ganz groß punktet.
Die »Limited edition black & white swirl vinyl« ist erwartungsgemäß bereits ausverkauft bei HHV und VinDig noch verfügbar. Direkt beim Label (und bei HHV) könnt ihr auch die »Black Vinyl Edition« käuflich erwerben. Haut rein!
Meine Wertung
Meine Wertung: 9/10. Favoriten: „Criminal Jazz“, „Angry Flow“ und „Boost“.
Viel Spass beim reinhören und kopfnicken, #uffjedreht, bleibt entspannt und gesund!
»Es könnte auch mal wieder POP sein« dachte ich neulich so bei mir. Da kam mir jener Beitrag aus dem geschätzten Atomlabor gerade recht. Dort wurde über die EP „OTTOLIEN – Zwei Sekunden Pause“ geschwärmt. Und ein hyppsches Vinyl hatte (und hat) das niedersächsische Brüderpaar auch noch im Angebot. Wir waren im Geschäft!
Meine Wertung
Leonard und Jonas OTTOLIEN haben ihre Debüt EP „Zwei Sekunden Pause“ komplett in Eigenregie durchgezogen. Musik, Produktion, Videos … alles aus einer Hand. Hamma! Schon mal R.E.S.P.E.C.T dafür. Aber nicht nur dafür, denn die fünf Tracks sind zudem noch richtig gut geworden: schön gereimte und geistreiche Texte, mitsingbare Hooks und eingängiger Popsound mit leichten Electro-Einflüssen. Mehr davon bitte, für meinen nächsten POP-Anfall. Wertung: 8/10. Favoriten: „Weiße Tiger“ und „Der Gast“.
Viel Spass beim reinhören, #uffjedreht, bleibt entspannt und gesund!