Vinyl 41 - Mein Plattenregal. Der Schallplatten Blog aus Berlin-Friedenau. Instrumentals, Rap, Hip Hop, Soul, Funk, Pop ... die grosse Mix. Ich bin kein Musikjournalist und ich schreibe nicht für Geld. Einfach nur so!
Am 14.02.2020 ist das Mini-Album „AzudemSK – Schön & Gut“ über HHV Records (HHV820) erschienen. Schön und gut. Oder? Nee! Awesome! Energiereiche Raps mit intelligenten Rhymes von AzudemSK. Fette Beats von Devaloop, Philanthrope, B-Side, Spaze Windu, dédé und Dubios. Grandiose Features von Matasten, Nowakkowitsch und Teknical Development.IS. Derbe Cuts von DJ Robert Smith. Genau so muss IMHO eine Hip Hop Platte sein! Und für die Instrumental Liebhaber wie meinereiner gibt es die puren Tunes auf der B-Seite. Perfekt!
Meine Wertung: 10/10. Favoriten: „Mutter Sonne“ und „Nebensache“. Das von Sven Friederichs gemasterte und von Lorie Rotta durchdesignte Vinyl ist auf der Bandcamp-Seite von AzudemSK und im Online-Shop von HHV Records erhältlich.
Mitte März 2020 wird das Vinyl Dillon x Batsauce – Self Medicated versandt. Da ist es doch wirklich höchste Zeit, dass ich mich dem Vorgänger „Dillon x Batsauce – On Their Way“ widme. Das Album ist 2018 über Full Plate (FP010) erschienen. »Full Plate is the label that pays me!« 300 Kopien wurden in blaues Polyvinylchlorid gepresst. Das von Kenski designte Cover zeigt die beiden Protagonisten auf einem Berliner Bahnhof. Local Heros, quasi gesehen. BTW: Es ist auch ein Tape (100 Kopien) im Umlauf, auf das die Instrumentals kopiert wurden. Hamma!
Batsauce hat für „On Their Way“ 15 Boom Bap Beats mit souligen Samples gebastelt, die allesamt großartigst sind. Deshalb habe ich mir – neben dem Vinyl – natürlich auch das verfügbare Instrumental Magnetband zugelegt. Die Cuts und nicht minder großartigen Raps stammen vom Chefkoch Dillon Maurer. Das Hip Hop Duo, dass sich Anfang 2000 in Jacksonville, Florida, USA das erstmalig über den Weg gelaufen ist, hat eine Menge Kilometer zwischen Atlanta, Georgia, USA und Berlin, Germany zurückgelegt, um das Album fertigzustellen. Die Reisen haben sich gelohnt. Exzellentes Vinyl, dass ich „neulich“ eher zufällig bei Bandcamp entdeckt habe!
Meine Wertung: 9/10. Favoriten: „Nothin I Can Do“, „Beautiful Mistakes“ und „I Remember“. Platte und Tape sind auf der Bandcamp-Seite des Labels verfügbar, auch mit stylischem Lunch Tin. AE-Productions aus Bristol, UK hat das analoge Doppel ebenso im Angebot, sogar etwas portoschonender. HHV hat zumindest noch ein oder zwei Kopien des Vinyl im Angebot.
1. Where Are We Going (Intro) 01:13
2. You Should Be Dancin (Not Me) 02:17
3. Nothin I Can Do 03:16
4. City Lights feat. Qwazaar 02:12
5. On Their Way 03:31
6. Penmanship feat. Count Bass D 02:44
7. Beautiful Mistakes 03:18
8. Magma Mouth feat. Paten Locke 02:27
Side B
9. Keep Pushin feat. Sadat X 02:56
10. Splash 02:30
11. Come On feat. Greg Nice 02:30
12. Ours feat. Supa Dave West & Willie Evans Jr. 03:28
13. Momma Talks Pt. 2 00:36
14. I Remember 04:14
15. Are We There Yet (Outro) 02:09
released April 13, 2018
Raps & Cuts: Dillon
Beats: Batsauce
Additional Vocals (In Order of Appearance): Lady Daisey, Qwazaar, Count Bass D, Paten Locke, Sadat X, Greg Nice, Supa Dave West & Willie Evans Jr.
Recorded & Mixed By: Dillon & Batsauce in Atlanta, GA & Berlin, Germany.
Mastered By: Marc Lawrence for Walkup Studios
Photography: Daisey Traynham
Artwork & Layout: Kenski
Ausnahmsweise digital #18. Ohne viele Worte. Just Music! Heute mit dabei: Wilczynski x Remulak (Vinyl Digital), AK420 (POSTPARTUM.), Pixie Dust (Golden Ticket Tapes), wave Groove (Beat Cinema), Blackbird Belle (Inner Ocean Records) und Sleepy Fish (Chillhop Music).
Wilczynski x Remulak – Beats with Brothers, Vol. 02 (VinDig)
1. Down to Embers 02:44
2. Chromatic Aberration 02:33
3. The Sum of the Lonely 03:52
4. Minor Arcana 03:30
5. Runnin‘ Like Clockwork (Extended Mix) 04:05
6. Incantations 02:09
7. Moonlit 03:20
8. Royal Blues 02:48
9. Over You 03:33
10. Celestial Nighthawk 02:39
released February 19, 2020
Artwork by Hector Mansilla
Tape Design by Zack Mitchell
Nach Street Bangerz Volume 10 (Cold Busted), The World Within und Sinner’s Syndrome ist mit „Moderator – The Mosaics“ die vierte Platte des griechischen Beatschmieds im Vinyl-41-HQ gelandet. Das Album ist über das in Athen stationierte Independent Record Label Melting Records (Beats & Culture / MRBNCLP001) erschienen. 500 Kopien wurden in farbiges (Sun Yellow Color) Polyvinylchlorid gepresst. Das Artwork/Design stammt von Jola818. Für das Mastering ist Blanka (Kasablanka Studio) verantwortlich.
Die Mosaike von Moderator setzen sich aus verschiedenen Musikstilen zusammen. In den zwölf Tracks verarbeitet er Beats zwischen klassischem Hip Hop, Boom Bap und Trip Hop mit exotischen Samples aus Lateinamerika, dem Nahen Osten, aus Afrika und dem Balkan. Mit dem Album hat Moderator eine instrumentale Weltreise vom Feinsten abgeliefert. Meine Wertung: 9/10. Favoriten: „Spice Lahore“, „Dance of Shaman“ und „The Don“. Ihr könnt euch das gelbe Vinyl im hübschen Cover auf der Bandcamp-Seite des Künstlers zulegen. Hmmm, nee, doch nicht. Sold Out! Aber bei HHVund VinDig werdet ihr noch fündig.
1. Ararat Valley 03:20
2. Spice Lahore 02:48
3. Montego Bay 03:01
4. Africa’s Calling 02:51
5. Tafoo 03:09
6. Dance of Shaman 02:15
Side B
7. Mr. Sotos 03:46
8. Kumamoto 02:50
9. Girl From Alishan 02:49
10. The Don 02:31
11. Victor’s Bossa 02:54
12. Balkan Eros 03:07
released December 15, 2019
A Beats & Culture series
All Tracks Produced, Arranged and Mixed by Moderator
Artwork & Design by Jola818
Mastered by Blanka at Kasablanka Studio
Executive Producers: Basilis Foteinos & Andreas Pallidis
In memory of our friend Antoine Manesse (DLoaw & Co.)
… das demnächst auch im Vinyl-41-HQ auftauchen wird. Aber das nur so nebenbei, denn heute sind erst mal die „Fünf Fragen an Mosayk und Tobzen“ am dransten. Viel Spass damit!
(Fotos von Romy Kohlhage.)
Wer bist Du und was machst Du?
Mosayk: Ich nenne mich Mosayk, komme aus Bielefeld und bin am Beats basteln und Auflegen.
Tobzen: Moin. Meine Name ist Tobzen und ich rappe. Seit einiger Zeit mache ich Musik mit Mosayk, bin aber schon seit vielen Jahren aktiv und habe mit diversen Crews, Combos und Kollektiven Tracks und Alben veröffentlicht. Grüße an dieser Stelle. Im letzten Jahr haben Mosayk und ich das Album „Hinter den Spiegeln“ über Stuhrwerk rausgebracht, was für uns beide die erste eigene Vinyl-Veröffentlichung darstellt. Eines der besten Gefühle so ein eigenes musikalisches Baby in den Armen zu wiegen.
Für welches Vinyl hast Du das erste mal Geld ausgegeben?
M: Meine erste Platte, die ich gekauft habe, ist die „Radio Alarmclock“ von Don Martin. Das war 2003 und ich war 14 Jahre.
T: In meiner Jugend habe ich bereits schon einmal einen Plattenspieler besessen, aber da kann ich mich nur düster dran erinnern. Ich weiß, dass ich mir die „Blauer Samt“ Instrumentals von Torch gekauft habe. Die sind inzwischen leider verschollen, was mich nun sehr ärgert. Vor einigen Jahren hab ich dann wieder einen Plattenspieler zum Geburtstag bekommen. Seitdem bin ich schwer Vinyl abhängig und gebe immens viel Geld für Schallplatten aus. Damals waren „To Pimp a Butterfly“ von Kendrick Lamar und „Madvillainy“ von Madvillain meine ersten Anschaffungen.
Welche Platte ist Dein absoluter Favorit?
M: Das kann ich nicht entscheiden. Aber drei Platten, die mir gerade spontan einfallen, die meine Hörgewohnheiten sicherlich stark beeinflusst haben und die ich immer noch sehr gerne höre sind: „My Vinyl Weighs A Ton“ von Peanut Butter Wolf, „Funcruhser Plus“ von Company Flow und „As The World Burns“ von den Arsonists.
T: Sich da auf eine spezielle Platte festzulegen erscheint mir unrealistisch. Werde ich nach meinen Lieblings Hip Hop Platten gefragt kommen mir in der Regel „Funcrusher Plus“ von Company Flow, „36 Chambers“ vom all mighty Wu-Tang Clan und „Madvillainy“ von Madvillain in den Sinn. Da gibt es aber eigentlich viel zu viele krasse Alben, die mich geprägt haben. Im Jazz Bereich sind es wohl „Kind of Blue“ von Miles Davis und „A Love Supreme“ von John Coltrane. Die Klassiker eben. Beatplatten gibt es auch jede Menge. Da würden mir spontan „Donuts“ von J Dilla, „Cosmogramma“ von Flying Lotus, die „Beat Conducta“ Reihe von Madlib und „Endtroducing“ von DJ Shadow einfallen. „Hud Dreams“ von Knxwledge ist auch ein Evergreen.
Welche Musik-Genres hörst Du am liebsten?
M: Allgemein ist das so bei mir, dass ich Musik nicht unbedingt aus Genre-Gründen gerne höre, sondern eher aus „soundästhetischen“ Gründen. Das heißt, ein Track kann mich z. B. aufgrund der Abmische kicken, oder weil bestimmte Klänge verwendet wurden, oder wegen der Struktur des Tracks, oder oder oder… Wenn ich das jetzt trotzdem auf Genres beziehe, höre ich sicherlich am meisten Hip Hop Musik, aber auch z. B. sehr gerne Jazz. Da ich in meinen Beats viel mit Samples arbeite, höre ich mich eigentlich durch so gut wie jedes Genre durch. Was ich dabei ganz interessant finde, dass bestimmte Samples, die ich geil finde, aus Liedern, die ich eigentlich nie hören würde, diese Lieder für mich plötzlich sehr hörenswert machen. So kommt es auch mal vor, dass ich gerne Daliah Lavi oder Erika Pluhar höre und damit im Schlager der 70er Jahre angekommen bin ;)
T: Ich bin da eigentlich sehr breit aufgestellt und gebe so ziemlich allem erstmal eine Chance. So finden sich immer mal wieder interessante Samples, die in der eigenen Musik verarbeitet werden können auf den obskursten Schallplatten. Vorwiegend höre ich derzeit Instrumentale Hip Hop Veröffentlichungen, weil sie mich immer wieder zum Schreiben inspirieren, aber auch Rap und Jazz Platten rotieren stetig bei mir auf den Tellern, die die Welt bedeuten. Ich höre meistens Vinyl wenn ich lese, da bietet es sich an, Musik ohne Vocals zu hören.
Welche vergriffenen Vinyls sollten nachgepresst werden?
M: Hmm…zurzeit werden ja schon so viele Sachen nachgepresst, die nicht unbedingt „Thriller“ heißen oder von den Beatles sind, sondern auch unbekanntere Musik, nach der Leute richtig diggen. Ich habe mich z. B. sehr über die „Back To Basics“ Platte von B Flatt gefreut und würde gerade ne Nachpressung von „Primitive Plus“ von Edan sehr feiern.
T: Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn der gesamte Griselda Records bzw. die Daupe! Vinyl-Veröffentlichungen von Westside Gunn, Conway und Benny the Butcher nachgepresst würden und zwar so, dass sie jedem zugänglich werden und nicht nur einer kleinen Anhängerschaft aufgrund der sehr geringen aktuellen Auflage. Das hat natürlich irgendwo seinen Reiz, aber ich will verdammt nochmal die Möglichkeit haben, die Musik, die mir aktuell am besten gefällt, auf meinem Plattenspieler zu hören. Außerdem würde ich mich sehr über Neupressungen von „Karma“ von Pharao Sanders, „Music by Cavelight“ von Blockhead und „Fantastic Damage“ von El-P freuen. Eastern Conference Wiederveröffentlichungen wären auch eine feine Sache.
Vielen Dank und R.e.s.p.e.c.t an Mosayk und Tobzen!
Eure Fünf Antworten
Wenn Ihr die obigen fünf Fragen auch mal beantworten wollt, dann schickt die Antworten doch einfach an 5fragen@vinyl-41.de und ich werde sie hier bei „Vinyl 41“ veröffentlichen. Links zu Euren Blogs, Projekten und Sozialen Netzwerken sowie Fotos von Euch und Euren Lieblings-Vinyls sind ausdrücklich erwünscht.