Der Compact Cassette Collectors Club von Amajin Records hat es ermöglicht. „Mr. Backside – MrB“ ist doch noch als Kassette ins 41er Universum eingezogen. Ursprünglich ist „MrB“ 2013 digital und als CD erschienen. 2015 folgte dann das Vinyl. Just im vergangenen Jahr erschien dann das passende Magnetband und lässt den Klassiker neu aufleben.
damals™
Satte 25 Tracks (inkl. Skits und Outro) hat Mr. Backside einst aka damals™ für sein erstes Album produziert. Ich bin immer wieder erstaunt, mit welcher Lässigkeit unser heutiger Protagonist in die Untiefen der bizarren Plattenschätze abtaucht(e), skurrile Samples einsammelt(e) und diese exzellenten Beats produziert(e). Wieder ganz großes B-Movie-Klang-Kino. Amajin Records hat noch genau eine Kopie auf Bandcamp gelistet. Haut rein!
Viel Spass beim reinhören und kopfnicken, #uffjedreht, bleibt entspannt und gesund!
Rask ist hier im Vinyl-41-HQ schon ein „bunter Hund“. Im dichten Blätterwald und im frühen Morgentau konnte man seinen freshen Lines schon lauschen. Und man munkelt, dass neue Ware aus Polyvinylchlorid im Anmarsch sein soll. Hamma!
Jetzt hat er aber kurz mal das Mikrofon und andere Produktionsmittel weggelegt und für #44 unserer weltweit bekannten Q&A Serie #5fragen voll in die Tastatur gegriffen. Viel Spass mit den „Fünf Fragen an Rask“.
Wer bist Du und was machst Du?
Hi, mein Name ist Sebastian alias Rask. 42 Jahre alt, nach langen Jahren in Köln jetzt (wieder) wohnhaft in Münster. Ich bin MC, Producer, Hip-Hop-Fan und die-hard Vinyl-Nerd. Platten kaufe und sammle ich seit Mitte der 90er Jahre, womit ich neben meiner Familie einen Großteil meiner Freizeit verbringe. Außerdem produziere und veröffentliche ich eigene Musik. Zuletzt habe ich meine Solo-LP „Blätterwald“ auf Vinyl releast sowie die „Mehr davon“ Single von Toni-L produziert – beides in Kooperation mit 360 Grad Records. Im Moment arbeite ich parallel an mehreren neuen Projekten – unter anderem mit dem Kölner Label Breakin‘ All Records, mit dem Heidelberger Producer DJ Step und mit dem Münsteraner Producer-Kollektiv We Keep Shit Dope.
Für welches Vinyl hast Du das erste Mal Geld ausgegeben?
Ich bin mir relativ sicher, dass es 1993 die „Alte Schule“ Compilation auf MZEE Records war. Vorher hatte ich schon eine Weile CDs gekauft – Public Enemy, Ice Cube, NWA und so weiter. Aber das war dann die erste LP und der Startschuss für meinen Umstieg auf Vinyl. Dann ging‘s schnell weiter mit allem an Rap, was damals so rausgekommen ab: Biggie, Nas, Tribe, Organized Konfusion, KRS-One, Artifacts, Redman, Kool G Rap, Big Daddy Kane, Rakim… Später hat dann der Fokus auch andere Genres erweitert. In der Prä-Internet-Ära war ich eigentlich zweimal die Woche im Plattenladen – immer dienstags und freitags, wenn die neue Ware aufgeschlagen ist. Und am Wochenende bin ich andere Städte gefahren, um dort die neuesten Scheiben zu diggen. Mittlerweile habe ich eine ordentliche Sammlung und nach dem letzten Umzug aktuell auch keinen Überblick mehr – könnten so um die 3.000 Platten sein. :-)
Welche Platte ist Dein absoluter Favorit?
Es fällt mir schwer mich auf die eine Platte zu konzentrieren. Musik ist bei mir sehr stimmungsabhängig und ich war auch nie auf ein Genre oder eine bestimmte Soundästhetik festgelegt. Ich hab deshalb eine ganze Reihe Favoriten, die ich immer mal wieder aus dem Regal ziehe und auf die Teller schmeiße. Zu meinem Allzeitklassikern zählen zum Beispiel: Nas – It was written, Gang Starr – Moment of Truth, Bush Babees – Gravity, Reflection Eternal – Train of thought, Common – Like Water for Chocolate, ATCQ – Midnight Marauders, Curtis Mayfield, De La Soul – Stakes is High, Goldie – Timeless, Black Moon – Enta Da Stage, Roy Ayers, LTJ Bukem, Dazz Band, The Roots, Earth Wind & Fire, Pete Rock & CL Smooth, Lord Finesse, Run The Jewels, Shalamar, Bonobo, …
90’s Rap, 70’s & 80’s Funk, Soul, Jazz, Drum & Bass und in den letzten Jahren auch vermehrt elektronischen Kram.
Welche vergriffenen Vinyls sollten nachgepresst werden?
Ich bin immer auf der Suche nach Rap-Alben aus den frühen 90’s von ca. 91-96. Das war eine großartige, sehr kreative Zeit, die mich extrem beeinflusst hat. Außerdem ist das immer noch mein Lieblings-Sound, obwohl ich gerne auch aktuelle Sachen höre. Vieles, was damals rauskam, ist – wenn überhaupt – nur in sehr kleiner Vinylauflage erschienen und entsprechend schwer zu finden. Das schlimmste dabei: Je tiefer ich grabe, desto mehr Material entdecke ich, das ich bis dato gar nicht auf dem Radar hatte… ;-) Zum Glück gibt‘s mittlerweile ein paar Labels, die Musik aus dieser Zeit wiederveröffentlichen. So konnte ich einige Lücken im Regal auffüllen – auch wenn die Release- und Preispolitik mancher Labels nicht ganz nachvollziehbar ist. Aktuell ganz oben auf meiner Wantlist: Godfather Don – Hazardous, Yaggfu Front – Action Packed Adventure, Mesanjarz Of Funk – Mesanjarz Of Funk, Hard Knocks – School Of Hard Knocks, Creme de la Creme – Porno Funk.
Wenn Ihr die obigen fünf Fragen auch mal beantworten wollt, dann schickt die Antworten doch einfach an 5fragen@vinyl-41.de und ich werde sie hier bei „Vinyl 41“ veröffentlichen. Links zu Euren Blogs, Projekten und Sozialen Netzwerken sowie Fotos von Euch und Euren Lieblings-Vinyls sind ausdrücklich erwünscht.
Nach den ersten drei Teilen liegt jetzt endlich auch „IN THE LAB 04“ im heimischen Kassettenfach und läuft fleissig vor sich hin. Das Leipziger Label Golden Ticket Tapes hat wieder eine feine Auswahl an Instrumentals zusammengetragen und auf 200 C56 HQ Ferro-Magnetbänder bannen lassen. 25 prächtige Tracks zwischen Chillhop, Lofi und Boom Bap haben auf den beiden Seiten des Tapes ihren Platz gefunden. Neben bekannten Beatschmieden wie Saiko, Phlocalyst, Hydrogenii und Co. gibt es wieder ein paar neue Producer zu entdecken. Das mag ich so an diesen Compilations. Daumen hoch!
Ihr könnt euch das Tape auf der Bandcamp-Seite des Labels zulegen. Oder ihr hinterlasst hier im Blog einen netten Kommentar mit eurem Lieblingstrack. Dann könnt ihr sogar eine Kopie von „IN THE LAB 04“gewinnen. Hamma, wa?!?
Viel Spass beim reinhören und kopfnicken, #uffjedreht, bleibt entspannt und gesund!
Um am Gewinnspiel teilzunehmen, beantwortet hier in den Kommentaren einfach folgende Frage:
Welche Anspielstation von „IN THE LAB 04“ ist euer Lieblingstrack?
Teilnahmebedingungen
Das Gewinnspiel startet mit Veröffentlichung dieses Beitrages und endet am 29.01.2022 um 23.59 Uhr. Alle bis dahin veröffentlichten Kommentare (Hier im Blog! Nicht bei Facebook, Twitter oder Instagram!), die mit einer gültigen Mail-Adresse versehen sind, nehmen automatisch an dem Gewinnspiel teil. Pro Person ist nur eine einmalige Teilnahme am Gewinnspiel erlaubt. Die Gewinnermittlung erfolgt mit der Webseite random.org, mit der zufällig eine Kommentarnummer “gezogen” wird. Der Gewinner wird am 30.01.2022 per Mail und hier in den Kommentaren/im Beitrag informiert.
Gewinn
Folgender Preis kann gewonnen werden:
1x Kassette „IN THE LAB 04“ von Golden Ticket Tapes (Danke!)
Eine Barauszahlung des Gewinns ist ausgeschlossen. Gewinnansprüche sind nicht übertragbar. Soweit im Rahmen des Gewinnspiels personenbezogene Daten von Teilnehmern erfasst werden, werden diese von uns ausschließlich zum Zwecke der Durchführung des Gewinnspiels erhoben, verarbeitet und genutzt. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Die Einwilligung zur Speicherung und Nutzung der erhobenen Daten kann durch den Teilnehmer jederzeit unter datenschutz[at]vinyl-41.de widerrufen werden.
Facebook, Instagram und Twitter sind weder Veranstalter des Gewinnspiels, noch in irgendeiner Art daran beteiligt.
(Berlin, 22.01.2022 – „Gewinnspiel: IN THE LAB 04“)
Bei dem Tape „Le Reum – Der Grüne Elefant“ haben mich kurz vor der Musik zwei Dinge getriggert: der Titel und ein paar Fakten aus der Beschreibung. Der Titel „Der Grüne Elefant“ klingt im Zusammenhang mit Instrumental Hip Hop schon recht merkwürdig und auf merkwürdig stehe ich. Als Kind der östlichen Seite der (zum Glück ehemaligen) großen Beton-Firewall bin ich wohl oder übel auch mit der Ostzonen-Mucke in Kontakt gekommen.
»… but the rest is straight GDR shit.« stösst bei mir natürlich auch auf offene Ohren. Le Reum hat ein paar Lieder aus der DDR gesampelt, passende Drums gebastelt und damit 19 Beats produziert. Mal was anderes und richtig gut. Absoluter Favorit: „Der Sommer Ist Vorbei“! Die Kassette für den Stern-Radiorecorder R 4100 und Co. könnt ihr direkt bei Bandcamp ordern.
Viel Spass beim reinhören und kopfnicken, #uffjedreht, bleibt entspannt und gesund!
1. Ein Tag Wie Dieser 01:57
2. Der Sommer Ist Vorbei 01:41
3. Zum Mond 01:49
4. Nicos Wald 01:34
5. Raketen 01:04
6. Abhauen 02:21
7. Mutter Korn 01:33
8. Sommerwind 01:48
9. Ostalgie 00:43
10. Intro 00:27
11. Ich Prüfe Dich 01:21
12. Und Dann Gehts 00:59
13. Spass & Freude 01:56
14. Eisblumen 01:43
15. Glaub Mir 01:57
16. Lichter Der Stadt 01:24
17. Am Flughafen 01:00
18. Tschüss 01:13
19. Kutte 01:13
»About 15 years ago I took a record from my grandmother and found the „Sommer ist Vorbei“ and „Free Joe“ (Sonnenschutz) sample. The samples are so dope, in German language and in addition music form the GDR (DDR) that I always thought about doing an album just with samples from the GDR. To be honest there some drums breaks I used that are not from the GDR but the rest is straight GDR shit …«
released November 22, 2021
Cover by Maschinenhuhn
Some voice samples from Tristan
Music by Le Reum
BTW Sonnenschutz!
Hat noch jemand das Sonnenschutz Tape rumliegen? Ich hätte Interesse!
»Es ist wahr, ich hab den Abend nicht mit dir verbracht. Aber dafür hab ich einen nicen Beat gemacht.«
El maestro de Cool Bap hat wieder zugeschlagen: „Twit One – Audda Control“. Der Beatschmied aus Cologne hat für sein aktuelles Album nicht nur einen nicen Beat gebaut, sondern gleich mal satte 21 Tracks (inkl. Yntro, Skits und finale) produziert. Für den Tune „Twit Wun Two“ hat er sich die Dienste – ihr ahnt es sicher schon – von Wun Two gesichert. C.Tappin & Turt, Pascal Schäfer (Saxophon und Flöte), Count Bass D und CLBRKS stehen ebenso auf der Gästeliste. Illustre Runde.
Meine Wertung
Melodiöse Loops, facettenreiche Samples, schlichte Drums, some Raps, nichts von der Stange … das Ding macht einfach Spaß. Meine Wertung: 9/10. Favoriten: „Lol“, „Spooks“ und „Smithonian“. Von „Twit One – Audda Control“ wurden 500 Kopien in schwarzes Polyvinylchlorid gepresst und jeweils handsigniert. Sold Out.
Viel Spass beim reinhören und kopfnicken, #uffjedreht, bleibt entspannt und gesund!