„Planet Down“ ist das erste vollständige Album von Downslow (aka Jakob Maser), produziert in Zusammenarbeit mit Tobias Langela. Die neun Tracks des Albums repräsentieren ein halbes Jahrhundert Clubmusik und bieten ein intensives Klangerlebnis mit dicken Bässen (Hallo Nachbar!), wohlklingenden Synthesizern und wabernden Echos. Voll knorke Elektro-Mukke mit ein paar oldschooligen E.L.O. Vibes. Erhältlich ist die hübsche 2LP bei Bandcamp oder direkt beim Label Trust in Wax.
»2×12″ Double-LP // Mastered with heart for vinyl // Downslow’s Album Debut comes along with a nice artwork plus it’s released on a dj-friendly, loudly pressed double vinyl!«
Heavyweight vinyl!
Meine Wertung
Meine Wertung: 8/10. Favoriten: „El Mundo Universal“ und „Solar Breeze“.
Viel Spass beim Reinhören und kopfnicken, #uffjedreht, bleibt entspannt und gesund!
Der mir bisher absolut unbekannte German singer and songwriter Rico Friebe hat mir vor einiger Zeit ein Päckchen zukommen lassen, dass zwei Vinyl enthielt: „Pain Matters“ und „Shook“. Danke dafür! Ich habe beide Platten (mehrfach) durchgehört und war erstmal etwas ratlos (und bin es eigentlich immer noch). Auch der beiliegende Gruß vom Künstler himself half mir nicht wirklich weiter …
Jenni(fer)
»Lieber Björn,
mein Name ist Rico Friebe und unter diesem Namen fing vor fast 3 Jahren alles nach dem Verschwinden von Jenni(fer) an, das niemanden interessierte – außer mich. Mich traf dies persönlich schwer.
Zur Verarbeitung einer ausweglosen Situation enstanden damals, so einst nicht geplant, die instrumentalen Alben Jenni und Jenni II.
Nach nun fast drei Jahren habe ich jüngst Jennifer wiedergefunden – ich habe nie aufgegeben.
Leider hat sie selbst sich Lebensumstände geschaffen, auf die ich keinen ausreichend wirkungsvollen positiven Einfluss habe und haben sollte.
Immerhin konnte ich ihr noch „ihre Alben“ zukommen lassen.
Das hat mir einen gewissen Seelenfrieden gebracht.«
Pain Matters
»Auf die damalige Tragödie folgte einer schlimmere, die viel tiefer ging.
Eine junge Frau, die bereits zu Zeiten des Verschwindens von Jennifer zugegen war, sie kannte und von mir von ihrem Verschwinden erfuhr, sah meine vulnerable und schwer belastete Situation und nutzte diese daraufhin schwer missbräuchlich aus.
Nachdem sie von mir alles für sich bekommen und genommen hatte, brach sie unvermittelt ihre Präsenz in meinem Leben ab und hinterließ einen großen Scherbenhaufen.
Eine fingierte Freundschaft.
Anlässlich dieses zweijährigen Martyriums schrieb und produzierte ich Pain Matters, das am 13.09.2024 quasi als Geburtstagsgeschenk an mich selbst erscheint. Auf dem Cover ist sie in einer Bleistiftzeichung von mir verewigt, die subtil ihre zwei Gesichter zeigen soll. Ich habe vorher nie in meinem Leben gemalt oder gezeichnet – außer gezwungen und ungeliebt im Kunstunterricht zu Schulzeiten. Wo das herkommt? Keine Ahnung. Es war zu erschütternd.«
Shook
»Bereits am 08.11.2024 werde ich sie und die schweren Folgen auf mich mit einer musikalischen Prozession namens Shook zu Grabe tragen. Auf dem Cover lasse ich eine Dohle sterben. In meiner gemeinsamen Vergangenheit mit dieser jungen Frau, die mir als individuell aber auch ganzheitlich als Lichtblick in den arg düsteren Zeiten nach dem einst unerklärlichen Verschwinden von Jennifer schien, war desöfteren ein Paar von Dohlen anwesend – eine davon stirbt jetzt. Trotz ihrer proklamierten Tierliebe hat sie das nun zu verantworten. (Ich habe dafür keine Dohle töten müssen, sollte sich verstehen.)
Ich könnte endlos über die Hintergründe weiterschreiben und auch sprechen, aber den Rest sollte nun die Musik machen – wenn sie denn gehört wird.
Herzlichen Dank und viele liebe Grüße,
Rico«
Der Versuch zu verstehen
Diese Zeilen liessen mich noch ratloser zurück. Eine kurze Internetrecherche half mangels Ergebnissen nicht mal ansatzweise weiter. Auch der Kollege von plattenkritik.com hat so seine Schwierigkeiten mit den Begleiterscheinungen. Alles etwas schwierig zu fassen für mich. Da laufen wohl gleichzeitig mehrere Geschichten zwischen schwierigen Liebesbeziehungen und anderen Tragödien, die unser heutiger Künstler zu verarbeiten versucht. Ich steige da nicht wirklich durch und konzentriere mich deshalb auf den musikalischen Teil der Saga, bei dem ich aber auch gleich mal wieder etwas nachdenklich dastehe.
Meine Wertung für Pain Matters
Was ist das eigentlich für ein Genre? Zumindest das weisse Vinyl „Pain Matters“ stufe ich mal recht einfallslos und locker als Pop ein. Die minimalistische Produktion, die melancholische Grundstimmung und die meditativen Melodien bestimmen das komplette Album. Auch wenn die Platte nicht meinen hauseigenen Musikgeschmack trifft, weiss sie durchaus zu gefallen und passt gerade ganz gut in diese stimmungstiefe Jahreszeit. Die 12 Tracks werden bestimmt nie in irgendwelchen Dance- oder HipHop-Charts auftauchen. Sie sind eher für einen ruhigen Abend mit viel Zeit ausgelegt.
Meine Wertung: 7/10. Favoriten: „Caitiff (The Yellow Song)“, „Loophole“ und „Plus“.
Die zweiten Platte, die mir Rico Friebe geschickt hat, ist nochmal komplett anders. Fast schon stille und sehr traurige Melodien, die lediglich mit Stimme und Gitarre erzeugt wurden. „Shook“ erinnert mich ein wenig an die Solowerke von Fink (Fin Greenall). Weltschmerz pur, mir persönlich eine Nummer zu viel.
Endlich kann ich The Cult mal eine Pause gönnen, aus dem Kassettendeck befreien und frische Ware einlegen: „Mr. Backside – Backsides VI“ ist im Haus. Aber Nummer VI? Die V war doch eigentlich das letzte Kapitel?!? Egal, der Typ mit den meisten Einträgen hier im Blog ist mit neuem Material am Start. Wie immer: Krasse Instrumentals, gefertigt mit (postiv) dubiosen Soundschnippseln. Wieder ganz großes B-Movie-Soundkino in klanglichem VHS. Erhältlich ist das Tape auf der Bandcamp-Seite von Amajin Records. Es sind nur noch 3 Stück verfügbar. Haut rein!
1. Angebot (Intro) 00:22
2. Hawaii Heat 02:10
3. Sweet Day 01:36
4. Grinder 02:13
5. Get Down (feat Shon J) 03:08
6. Die Nacht Pt.2 01:37
7. Outrage 01:35
8. Want More 01:44
9. Dreamwoman 01:30
10. Beweise 01:25
11. Der Fan 02:33
12. Wahrheit (Outro) 00:29
13. Unguter Abend 01:58
14. Stadt 01:38
15. Zerstäuber 01:11
16. Dankbar 02:09
17. Aqua Marine 01:48
18. Love Berries 02:09
19. Nebenan 01:56
20. All The People 01:31
21. Blind (feat The Incredible Tall) 01:26
22. Little Boy 02:22
23. Cast Away 01:15
24. Insel (Outro) 00:34
Wenn damaa.beats und Wilczynski gemeinsam musizieren, dann kann doch eigentlich nur vollkommen chillige Instrumentals rauskommen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Die beiden Schwarzwälder Lo-Fi-Prinzen haben für „Isekai“ insgesamt 14 Tracks produziert. Schöne und schön ruhige Meledodien, unterlegt mit minimalistischen Beats, beste Entspannungsunterhaltung. Aber bitte leicht mit dem Kopf nicken. Muss so!
Die hübsche Platte, die über Besser-Samstag erschienen ist, gibt es 250x in klassischem Schwarz und 50x in weissem Weiss. Erhältlich direkt beim Label oder bei Bandcamp.
Meine Wertung
Meine Wertung: 8/10. Favoriten: „Mood Travellers“, „Moonraker“ und „Cantina“.
Viel Spass beim Reinhören und kopfnicken, #uffjedreht, bleibt entspannt und gesund!
1. Cosmos Cafe 02:06
2. Mood Travellers 01:48
3. Letters from Neptune 02:11
4. Moonraker ft. Francis Neverfrozen 02:50
5. Dinner on Mars 01:24
6. Solaris 02:13
7. Stargazing ft. Francis Neverfrozen 03:01
8. Hard Life ft. JTS.sax 02:04
9. Nu Rio 02:07
10. Cantina ft. Francis Neverfrozen 02:05
11. No Gravity 02:14
12. Ava 02:37
13. Solitude 02:18
14. Wanderlust 01:39
veröffentlicht am 2. August 2024
Mastered by STAUB Audio
Layout by Josua Wielandt
Photography – Benjamin Zeil
Music by Stefan Wilczynski & André Jenaro
A&R – Patrick Gerner
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Danke!
Ach ja …
Ach ja, auch hier nochmal die Bitte ans Label: Versendet doch bitte die Platten ausserhalb des Cover. Diese Seam Splits sind echt nervig und versauen mir den Spass am Vinyl!
Das Label-Duo Dezi-Belle / Haid Creative war wieder aktiv und hat das Vinyl „very noise person & Bipeula – Time to Rewind“ veröffentlicht. Eingespielt wurden die 10 Tracks mit Rhodes-Klavier, Schlagzeug, Synthesizer und E-Gitarren. Instrumentals at their best! Total entspannte Platte, die mit jazzigen Beats und chilligen Melodien glänzt. Erhältlich ist das gute Stück direkt bei Dezi-Belle.
Meine Wertung
Meine Wertung: 8/10. Favoriten: „Groove Gourmet“ und „Rhythm Safari“.
Viel Spass beim Reinhören und kopfnicken, #uffjedreht, bleibt entspannt und gesund!